Motoröl ist für die Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit eines Motors unerlässlich. Es schmiert die beweglichen Teile, reduziert Reibung und verhindert Überhitzung. Doch nicht jedes Motoröl ist gleich. Die Wahl des richtigen Öls kann den Unterschied zwischen einem gut funktionierenden Motor und teuren Reparaturen ausmachen. Eine häufig verwendete Ölklasse ist das 5W40. Doch was bedeutet 5W40 genau?
In diesem Artikel erklären wir detailliert, was hinter dieser Bezeichnung steckt, welche verschiedenen Arten von Motorölen es gibt und was beim Wechsel des Motoröls zu beachten ist.
Was bedeutet 5W40?
Die Bezeichnung 5W40 gehört zur SAE-Klassifikation (Society of Automotive Engineers), die die Viskosität von Motorölen beschreibt. Viskosität bezieht sich auf die Fließfähigkeit eines Öls unter verschiedenen Temperaturbedingungen. Motoröl mit der Klassifikation 5W40 ist ein Mehrbereichsöl, was bedeutet, dass es sowohl bei kalten als auch bei warmen Temperaturen effektive Schmierfähigkeiten bietet.
Bedeutung der Zahlen “5W” und “40”
5W40 ist ein besonders vielseitiges Motoröl, das in einem breiten Temperaturbereich von -35 °C bis +40 °C effektiv funktioniert. Dies ist besonders in gemäßigten Klimazonen wie Mitteleuropa vorteilhaft, wo solche Temperaturunterschiede häufig auftreten. Doch was ist von 5W-40 die Bedeutung?
- “5W”: Die Zahl vor dem “W” steht für die Kaltviskosität des Öls. “W” steht für Winter, und die Zahl 5 gibt an, dass das Öl bei niedrigen Temperaturen bis -35 °C noch ausreichend dünnflüssig bleibt, um den Motor zu schmieren. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für den Startvorgang bei kalten Temperaturen, da der Motor in dieser Phase besonders anfällig für Verschleiß ist.
- “40”: Die Zahl nach dem “W” beschreibt die Viskosität des Öls bei einer Betriebstemperatur von 100 °C. Eine Viskosität von 40 bedeutet, dass das Öl bei hohen Temperaturen dick genug bleibt, um einen ausreichenden Schmierfilm zu bilden. Die kinematische Viskosität eines 5W40-Öls bei 100 °C liegt zwischen 12,5 und 16,3 mm²/s.
Leistungsparameter der SAE-Klassen im Vergleich zu 5W40

Warum ist 5W40 so universell geeignet?
5W40-Öle sind besonders geeignet für moderne Motoren, die sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Temperaturen betrieben werden. Diese Öle sorgen dafür, dass der Motor sowohl im Winter schnell startet als auch im Sommer bei hohen Betriebstemperaturen optimal geschützt ist. Sie gewährleisten eine konstante Schmierung und tragen zur Reduzierung von Reibung und Verschleiß bei, was die Lebensdauer des Motors verlängert.
Im Überblick
Insgesamt ist das 5W40-Motoröl eine exzellente Wahl für viele Fahrzeugtypen, da es eine hervorragende Balance zwischen Kaltstartleistung und Schutz bei hohen Temperaturen bietet. Es ist wichtig, stets die Herstellerangaben zu beachten, um sicherzustellen, dass das 5W40-Öl für das jeweilige Fahrzeug geeignet ist.

Verschiedene Arten von Motorölen
Um das beste Motoröl für Benziner oder Dieselfahrzeuge zu finden, ist es wichtig, neben der SAE-Klasse auch die verschiedenen Arten von Ölen zu kennen. Motoröle lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen, abhängig von ihrer Herstellung und ihren Eigenschaften. Die wichtigsten Typen sind mineralische Öle, teilsynthetische Öle und vollsynthetische Öle. Jeder Typ hat spezifische Vor- und Nachteile, die ihn für bestimmte Einsatzbereiche besser geeignet machen.
Mineralische Öle
Mineralische Öle werden direkt aus Rohöl gewonnen und durch Destillation und Raffination hergestellt. Sie sind in der Regel günstiger als synthetische Öle, bieten jedoch weniger Schutz bei extremen Temperaturen und neigen dazu, schneller zu altern.
Teilsynthetische Öle
Teilsynthetische Öle sind eine Mischung aus mineralischen und synthetischen Ölen. Sie bieten eine bessere Leistung als mineralische Öle, sind jedoch günstiger als vollsynthetische Öle. Teilsynthetische Öle bieten einen guten Kompromiss zwischen Kosten und Leistung.
Vollsynthetische Öle
Vollsynthetische Öle werden durch chemische Synthese hergestellt und bieten die beste Leistung unter allen Bedingungen. Sie sind widerstandsfähiger gegen hohe Temperaturen und neigen weniger zur Bildung von Ablagerungen. Vollsynthetische Öle sind ideal für Hochleistungsmotoren und extreme Fahrbedingungen.
Synthetische und vollsynthetische Öle im Vergleich
Synthetische und vollsynthetische Öle bieten im Vergleich zu mineralischen Ölen zahlreiche Vorteile. Sie basieren auf chemisch hergestellten Verbindungen, die spezifisch darauf ausgelegt sind, optimale Schmiereigenschaften zu bieten.

Unterschiede zwischen synthetischen und vollsynthetischen Ölen
Synthetische Öle: Diese Öle bestehen aus einer Mischung von synthetischen und mineralischen Grundölen. Sie bieten eine bessere Leistung als rein mineralische Öle, aber sie erreichen nicht die vollständige Leistung von vollsynthetischen Ölen.
+ Besserer Schutz und Leistung als mineralische Öle
+ Kostengünstiger als vollsynthetische Öle
+ Geeignet für eine Vielzahl von Fahrzeugen und Bedingungen
Vollsynthetische Öle: Diese Öle bestehen ausschließlich aus synthetischen Verbindungen und bieten die höchste Leistung und Schutz. Sie sind besonders beständig gegen thermische Zersetzung und Oxidation. Ein gutes Beispiel für ein vollsynthetisches Öl ist das Addinol 5W40. Dieses Hochleistungsöl bietet hervorragenden Schutz und Leistung für moderne Motoren, sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Temperaturen.
+ Höchster Schutz und beste Leistung
+ Längere Wechselintervalle
+ Ideal für Hochleistungs- und Langstreckenfahrzeuge
Tabellenübersicht: Motoröltypen und ihre Eigenschaften
Um die Unterschiede und Eigenschaften der verschiedenen Motoröltypen, wie z.B. 5W30 vs 5W40 besser zu veranschaulichen, hilft folgende tabellarische Übersicht:
Diese Tabelle zeigt, dass vollsynthetische Öle im Allgemeinen die beste Leistung bieten, insbesondere bei extremen Temperaturen. Sie sind jedoch auch teurer, weshalb teilsynthetische Öle einen guten Kompromiss für viele Fahrer darstellen und ebenfalls als bestes 5W30 Öl in Frage kommen können.
Worauf beim Wechsel des Motoröls zu achten ist
Der Wechsel des Motoröls ist eine essenzielle Wartungsaufgabe, die die Langlebigkeit und Leistung eines Motors maßgeblich beeinflusst. Ein korrekt durchgeführter Ölwechsel stellt sicher, dass der Motor stets optimal geschmiert ist und vor Verschleiß, Korrosion und Ablagerungen geschützt wird.

Anleitung zum Motorölwechsel: Schritt für Schritt
- Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ebenen Arbeitsplatz und stellen Sie sicher, dass der Motor kalt ist.
Besorgen Sie sich das richtige Motoröl, einen neuen Ölfilter, eine Ölauffangwanne, einen Schraubenschlüssel und einen Trichter.
- Öl ablassen:
Heben Sie das Fahrzeug an, wenn nötig, und sichern Sie es mit Unterstellböcken.
Platzieren Sie die Auffangwanne unter der Ölablassschraube und lösen Sie die Schraube mit dem Schraubenschlüssel.
Lassen Sie das alte Öl vollständig ablaufen. Alternativ können Sie auch das Motoröl absaugen.
- Ölfilter wechseln:
Entfernen Sie den alten Ölfilter mit einem Ölfilterschlüssel.
Schmieren Sie die Dichtung des neuen Ölfilters leicht mit frischem Öl und schrauben Sie ihn von Hand fest.
- Öl nachfüllen:
Setzen Sie die Ölablassschraube wieder ein und ziehen Sie sie fest.
Füllen Sie das neue Motoröl mithilfe des Trichters ein und überprüfen Sie den Ölstand mit dem Ölmessstab.
Starten Sie den Motor kurz und prüfen Sie auf mögliche Lecks.
- Entsorgung:
Entsorgen Sie das alte Öl und den alten Ölfilter umweltgerecht in einer dafür vorgesehenen Sammelstelle.
Häufige Fehler vermeiden
- Richtiges Öl verwenden: Stellen Sie sicher, dass das verwendete Öl den Herstellerspezifikationen entspricht. Nutzen Sie bei Bedarf unser Beispiel: Addinol 5W40.
- An den Ölfilter denken: Ein neuer Ölfilter ist entscheidend, um Verunreinigunge